Stellungnahme der Stadt Bingen
Thursday, 25. March 2010
zur Berichterstattung zum Thema Hertie in der Binger Ausgabe vom 25. 03.2010 der Allgemeinen Zeitung „Ultimatum bis Mitte Mai“
„Mit großer Verwunderung haben wir die Äußerung des Vertreters von BNP Paribas Real Estate, Herrn Meyer, in der AZ vom 25.03.2010 im Bezug auf die Einbeziehung der Stadt Bingen bei der Suche nach Investoren bzw. Projektentwickler zur Kenntnis genommen. Gerne wären auch wir in die Suche nach Folgelösungen für das Objekt stärker eingebunden“, teilt Oberbürgermeisterin Collin-Langen in einer Stellungnahme mit.
Zur Klarstellung weist sie darauf hin, dass nach Bekanntwerden der Verkaufabsichten die Stadtverwaltung bereits mit Schreiben vom 27. Mai 2009 den Kontakt zu Herrn Meyer gesucht hat, um Informationen zu dem Objekt zu erhalten und diese an interessierte Investoren weiterzugeben. In der Reaktion auf dieses Schreiben dankt Herr Meyer für das Interesse der Stadt an der Folgenutzung des Warenhauses. Unterlagen wurden allerdings nicht zur Verfügung gestellt, da diese Informationen nur an Investoren übergeben würden, die der Makler kennt und mit denen er gesprochen hat.
In der Folge wurden Anfragen von Interessenten an Herrn Meyer weitergeleitet bzw. diesen die Kontaktdaten von Herrn Meyer übermittelt.
Eine Rückkopplung oder eine Information über den jeweiligen Vermarktungsstand durch Herrn Meyer ist leider trotz Rückfragen der Stadt nicht erfolgt - obwohl bei der Sitzung der Bürgermeister der Städte, die von der Hertie-Schließung betroffen sind, mit dem Eigentümer bei der Deutschen Bank in Frankfurt eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Städten zugesagt wurde.
„Angesichts der Bedeutung der Warenhausfläche für die Innenstadt und den dortigen Einzelhandel steht die Stadtspitze für konstruktive Gespräche über die Folgenutzung bereit. Andererseits erwarten wir aber auch, dass der Eigentümer seinerseits seine Verpflichtungen aus dem Eigentum in Bingen erfüllt, hier sei nur an die schwierige Situation im Verhältnis zu den Miteigentümern im Gebäudekomplex erinnert.“ so Oberbürgermeisterin Collin-Langen.
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