Blick von Burg Klopp ins Binger Loch

Heizproblem gelöst

Friday, 27. January 2012

Mobiler Ölheizer sorgt für warme Lebensmittelausgabe

Über die Installation des mobilen Heizlüftgerätes informierte sich Bürgermeister Thomas Feser vor Ort. | Quelle: Stadt Bingen
Über die Installation des mobilen Heizlüftgerätes informierte sich Bürgermeister Thomas Feser vor Ort.
Quelle: Stadt Bingen
Seit Mittwoch steht ein mobiles Ölheizgerät vor der an die ehemaligen Geschäftstelle der Landesgartenschau angrenzenden Lagerhalle in der Hafenstraße. Die 100 kW Anlage soll die Halle an den Tagen der Lebensmittelausgabe durch die Obdachloseninitiative "Die Platte" aufheizen. Nach Überprüfung durch die städtischen Fachämter ist die Zuführung von Warmluft von Außen die schnellste und effektivste Möglichkeit, die große und nicht isoliert Halle zu erwärmen. So hat die Stadt kurzfristig ein solches Gerät angemietet, was nun jeweils zu den Lebensmittelausgabestunden in Betrieb genommen wird. Mit der gewählten Dimension von 100 kW ist gewährleistet, dass die Halle für diese Zeit auch entsprechend temperiert ist.

Zusätzlich wurde ein 1000 Liter Öltank aufgestellt, der die notwendige Treibstoffversorgung des Heizaggregats sicherstellt. Beim einem Verbrauch von 10 Litern Heizöl die Stunde und einer geschätzten Lebensmittelausgabe von 2 Stunden ist damit die Versorgung für rund 50 Lebensmittelausgaben gewährleistet. Kosten für Aufstellung der Anlage, Gerätemiete und Heizöl übernimmt die Stadt. Je nach Witterung und damit verbundener Dauer des Provisoriums werden geschätzte drei bis fünf Tausend Euro aufgewendet werden müssen. Gaspilze oder andere Heizgeräte in der Halle zu installieren, scheidet aus sicherheitstechnischen Gründen aus.

Um über die Gesamtsituation der Angebote und Initiativen für bedürftige Mitbürggerinnen und Mitbürger in Bingen zu informieren, schlägt Bürgermeister Thomas Feser für die Verwaltung, angelehnt an den Arbeitskreis Soziales, Familien und Kinder, Jugend, Senioren und Gesundheit des Stadtleitbildes, eine Anhörung im Stadtrat vor. Dabei sollen alle Akteure, Landkreis, Stadt, Caritas, Kirchen und Hilfsorganisationen beteiligt sein. Von einer solchen Anhörung könnte Bürgermeister Feser sich, als ein Ergebnis, eine bessere Koordination der bestehenden vielfältigen Angebote vorstellen. Außerdem wäre die Erstellung eines "Angebotskatalogs" in Druckform sicher hilfreich für alle Beteiligten und für die Hilfesuchende, um schnell und übersichtlich die bestehenden Angebote darzustellen. Grundsätzlich gelte es bei allen Aktionen darauf zu achten, dass Doppelstrukturen vermieden werden. Die FDP habe bereits Zustimmung zu einer solchen Anhörung signalisiert, so Feser abschließend.

 

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