Blick von Burg Klopp ins Binger Loch

Besucherrekord im Historischen Museum, Steigerung der Ausleihzahlen der Stadtbibliothek, Verteilung von Fördermitteln

Friday, 05. February 2010

Visionsbilder im Historischen Museum am Strom | Quelle: Stadt Bingen am Rhein
Visionsbilder im Historischen Museum am Strom
Quelle: Stadt Bingen am Rhein
- aus der Sitzung des Kulturausschusses

Vergabe von Zuschüssen, Ergebnisberichte und Ausblick der städtischen Kultureinrichtungen bildeten einen Schwerpunkte der ersten Sitzung des Kulturausschusses in diesem Jahr unter dem Vorsitz von Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen.

Zur Förderung kulturtreibender Vereine stehen im städtischen Haushalt 18.000 € zur Verfügung. Ohne Gegenstimme neu in diese Riege der ehrenamtlich Aktiven aufgenommen wurde der Förderverein der Neuen Jüdischen Gemeinschaft Bingen TIF-TUF. Lobende Worte fand der Ausschuss über den Ausbau des künftigen Versammlungsraumes in der einstigen Synagoge in der Rochusstraße durch das städtische Bauamt. OB Collin-Langen zog rückblickend ein positives Resümee über die Gespräche aller Beteiligten in diesem Zusammenhang. Im weiteren Sitzungsverlauf fanden die Zuschüsse an Volkshochschule und Musikschule, Katholisches Bildungswerk "Untere Nahe", Stefan-George-Gesellschaft, kirchliche öffentliche Büchereien und Open-Air-Kooperative die einhellige Zustimmung der Ausschussmitglieder.

Der Internationale Freundeskreis feiert 2010 das 20. Begegnungsfest und möchte daher auch besondere Programmhöhepunkte setzen. Dem Vorschlag von Oberbürgermeisterin Collin-Langen für einen im Jubiläumsjahr einmalig höheren Zuschuss folgte der Kulturausschuss gerne und alle hoben das Engagement des Vereins hervor.

Eine Entwicklungschance will der Ausschuss dem Verein zur Förderung der Kinokultur in Bingen geben und unterstützt die Initiative aus dem Stadtsäckel. Auch das Generationenkonzert des Kreis-Chorverbandes in Bingen am Rhein am 7. März im Rheintalkongresszentrum wird von der Stadt Bingen gefördert.

Erfreut nahmen die Ausschussmitglieder vom Ergebnis der Gespräche der Oberbürgermeisterin Kenntnis, die zu einem literarischen Rheinhessischen Krimifestival am ersten Oktoberwochenende führen - ein Projekt, das an die so erfolgreichen Rheinland-Pfälzischen Literaturtage im vergangenen Jahr anknüpft. Die entsprechenden Fördermittel sollen sich im städtischen Nachtragshaushalt wiederfinden.

Eine Entscheidung über den Förderantrag des Instituts für Kreatives Schreiben (IN-KAS) für ein Theaterstück wollen die Mitglieder des Ausschusses erst bei Vorliegen weiterer Informationen treffen.

Zwei Jahre wurde der Kunstförderpreis der Stadt Bingen nicht vergeben - jetzt soll erneut eine Ausschreibung erfolgen. Ein vom Kulturausschuss eingesetztes Fachgremium bereitet die Entscheidung, ob und wem der Preis zugesprochen werden soll, vor.

Mit großem Interesse folgten die Ausschussmitglieder der Berichterstattung von Frau Jacobi über das zurückliegende Jahr 2009 und die Planungen 2010 der Stadtbibiothek. Immerhin konnte die Bücherei nach einem leichten Rückgang im Gartenschaujahr 2009 eine Ausleihsteigerung von mehr als 10 % verzeichnen. Die Arbeit von Frau Jacobi und ihrem Team, auch unterstützt von ehrenamtlichen Helfern, fand Beifall im Kulturausschuss. Kulturdezernentin Collin-Langen versprach eine Überprüfung und Neubewertung der personellen Situation.

Gleichfalls positiv bewertet wurde der Bericht von Kulturreferentin Patricia Paulus, die für 2010 wieder ein ausgewogenes und vielseitiges Programm für Kulturinteressierte aller Generationen vorbereitet hat. Der Bogen wird geschlagen von den Binger Meisterkonzerten über "Bingen swingt" und "Theater Open Air" bis zum "Hildegardherbst". Paulus warb auch für die zweite Ausgabe des Kulturuferfestes und versprach schon jetzt einen bunten und vielseitigen Tag für die ganze Familie.

Die im vergangenen Jahr neu geprägte Marke "Kulturufer Bingen" wird, wie es der Leiter des neuen Kulturamtes, Dr. Schmandt ausdrückt, in aller Selbstverständlichkeit mit Leben erfüllt. Oberbürgermeisterin Collin-Langen stellt auf die Anfrage nach der Vermarktung des Kulturufers heraus, dass die Kooperation zwischen den Bereichen Kultur und Tourismus funktioniere und dass man an der weiteren Vernetzung arbeite. Das Schnüren von "Packages", so die Dezernentin für Tourismus und Kultur weiter, werde bereits praktiziert und weitere Überlegungen angestellt.
Einen besonderen Schwerpunkt nimmt bei den Veranstaltungen wie auch bei den Projekten im Museum am Strom Hildegard von Bingen ein. Hier ist es den Ausschussmitgliedern ein Anliegen, dass die Stadt Bingen den Boom um die Volksheilige auf seriöse Art auch nutzt. Die OB erklärt, dass dies bisher schon der Arbeitsweise entspreche und freut sich, dass man gemeinsam auf einem guten Weg sei.

Auf einem guten Weg ist ausweislich der Bilanz von Dr. Schmandt auch das Historische Museum am Strom. Wichtigste Botschaft und gleichzeitig Gradmesser für die Qualität und Stimmigkeit des Angebots ist der Rekord 2009: 14.950 Besucher bewegten sich durch die verschiedenen Dauer- und Sonderausstellungen. Die Museumserweiterung 2008, so die Stimmen aus dem Ausschuss, erweise sich als wichtig und richtig. Der große Erfolg sei auch ein Resultat der sehr guten Zusammenarbeit mit den Jugendherbergen in Bingen und der Region.

 

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