Blick von Burg Klopp ins Binger Loch

Renovierung Kaiser-Friedrich-Turm abgeschlossen

Friday, 31. August 2012

Beim Blick auf die Turmspitze kann man einen Teil der neuen Aussichtsplattform erkennen. | Quelle: Stadt Bingen
Beim Blick auf die Turmspitze kann man einen Teil der neuen Aussichtsplattform erkennen.
Quelle: Stadt Bingen
Aussichtsplattform auf dem Rochusberg freigegeben

Nach viermonatiger Bauzeit wurde heute durch Oberbürgermeister Thomas Feser der Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Rochusberg wieder freigegeben. „Für die Stadt Bingen ist es eine Verpflichtung und eine wichtige Aufgabe solche Bauwerke zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, erklärte dazu Thomas Feser. Zudem habe der Turm gleichermaßen einen Freizeit, sowie einen touristischen Wert. „Von dem obersten Aussichtspunkt hat man einen wunderbaren Rundumblick. Zum einen über die Innenstadt und Bingerbrück mit dem Tor zum Mittelrheintal im Hintergrund, sowie ins Nahetal und weite Teile von Rheinhessen und sogar auf die Rochuskapelle,“ kommt der Oberbürgermeister über den einzigartigen Panoramablick ins Schwärmen.

Unterhalb der neuen Plattform, am obersten Turmkranz, stellten sich (v.l.n.r) OB Thomas Feser, Beigeordneter Hans-Jürgen Klöckner, Bautechniker Gerhard Trapp, Baudirektor Wolfgang Müller-Schuh und Touristinformationsleiter Dieter Glaab den Fotografen. | Quelle: Stadt Bingen
Unterhalb der neuen Plattform, am obersten Turmkranz, stellten sich (v.l.n.r) OB Thomas Feser, Beigeordneter Hans-Jürgen Klöckner, Bautechniker Gerhard Trapp, Baudirektor Wolfgang Müller-Schuh und Touristinformationsleiter Dieter Glaab den Fotografen.
Quelle: Stadt Bingen

Für Touristen wie Einheimische gleichermaßen immer wieder ein gern besuchter und vielfach fotografierter Ort. „Die neu errichtete Aussichtsplattform gibt einen bisher nie dagewesenen Blick frei und ich kann nur empfehlen einmal die nunmehr 114 Stufen, die es bis dorthin sind, auf sich zu nehmen, um oben angekommen einfach unsere schöne Landschaft zu genießen“, empfiehlt Thomas Feser.

Rund 60.000 € werden wohl, wenn die letzten Abrechnungen vorliegen, für die Instandsetzung der Turmanlage aufgewendet worden sein. Die Bauarbeiten beinhalteten dabei die Kompletterneuerung der maroden Aussichtsplattform und des Treppenhausaufganges. Die Arbeiten waren notwendig geworden, da die vorhandene „preußische Kappendecke“ witterungsbedingt nicht mehr tragfähig war. Zudem war eine Treppenhauswand verschoben und die Stahltreppenkonstruktion verrostet. Der Abriss und die Neugestaltung der Plattformdecke erfolgten, ebenso wie der Wiederaufbau des Treppenhauses, mit Klinkersteinen im alten Stil in Absprache mit der unteren Denkmalpflegebehörde. Eine neue Stahltreppenkonstruktion mit Geländer führt bis zum oberen Aussichtspunkt.

Nicht nur der Blick über die Innenstadt, Bingerbrück und das Tor zum Mittelrhein entschädigt für den steilen Aufstieg. | Quelle: Stadt Bingen
Nicht nur der Blick über die Innenstadt, Bingerbrück und das Tor zum Mittelrhein entschädigt für den steilen Aufstieg.
Quelle: Stadt Bingen
1887 bis 1888 wurde der von den Architekten Anton Louis und Johann Doll geplante Turm errichtet. Ursprünglich sollte es ein Holzturm sein, den man auf dem westlichen Teil des Rochusberges, dem sogenannten Scharlachkopf errichten wollte. Dazu fehlte aber erst mal das Geld. Nach dem Tod des langjährigen Binger Bürgermeisters Eberhard Soherr konnte dann die Idee verwirklicht werden. Denn er hatte in seiner Hinterlassenschaft verfügt, dass 10.000 Mark für die Errichtung eines massiven Turms mit Basalt-Lava und Sandsteinen aufgewendet werden sollten. Der Name Kaiser-Friedrich-Turm geht zurück auf Kaiser-Friedrich III, auch genannt der 99 Tage Kaiser. Denn seine Regentschaft währte nur 3 Monate im dem Dreikaiserjahr 1888. Just zu diesem Zeitpunkt wurde der Turm wohl fertig und nach dem amtierenden Kaiser genannt.

 

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