Blick von Burg Klopp ins Binger Loch

Verbesserung der Toilettensituation am Hauptbahnhof angemahnt

Wednesday, 22. August 2012

Auch Gepäckaufbewahrung soll angeboten werden

Die Wiederinbetriebnahme der Toilettenanlagen am Hauptbahnhof Bingen hat Oberbürgermeister Thomas Feser in einem Schreiben an den DB-Konzernbevollmächtigten der Länder Rheinland-Pfalz und Saarland, Udo Wagner, eingefordert. Immer wieder vorgetragene Beschwerden von Bahnreisenden und nicht zuletzt der Hinweis seines Aschaffenburger Amtskollegen, Klaus Herzog, hatten Feser veranlasst dieses Thema aufzugreifen. Herzog hatte ihm bei einer gemeinsamen Sitzung von einem Besuch in Bingen berichtet. Dabei habe er den Aufenthalt in der Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Nahe als sehr ansprechend und angenehm empfunden. Doch zwei Punkte seien dabei negativ aufgefallen. Die geschlossene Toilettenanlage und die fehlende Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung am Binger Hauptbahnhof.

In seinem Schreiben an Wagner machte Oberbürgermeister Feser deutlich, dass die geschlossene Toilettenanlage ein Ärgernis und ein Mangel an Serviceleistung sei, den nicht nur sein Amtskollege bemängele, sondern auch immer wieder von Bürgern und Touristen gleichermaßen an die Stadtverwaltung herangetragen würde. Dabei sei ihm bewusst, dass Bingen kein Einzelfall ist. Vielmehr beklagten auch die Bürgermeister der Rheinschiene auf den Sitzungen des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal immer wieder die mangelnde Versorgung der Bahnhöfe mit öffentlichen Toiletten. Hier sei die Bahn gefordert, ihren Reisenden und Fahrgästen nicht nur einen entsprechenden Komfort in den Zügen, sondern auch in den Bahnhöfen mit entsprechendem Fahrgastaufkommen zu bieten. „Für einen Hauptbahnhof und zudem noch Verkehrsknotenpunkt, der der Bahnhof im Stadtteil Bingerbrück nun einmal ist, müsste dies Standard sein und wird auch von den Bahnreisenden so erwartet“, stellt Oberbürgermeister Thomas Feser fest. Auch vor dem Hinterrund des in wenigen Tagen beginnenden Winzerfestes mit vielen Besuchern und Gästen in Bingen sieht Feser rasches Handeln für angebracht an und bittet den Konzernbevollmächtigen mit dafür Sorge zutragen, dass rasch Abhilfe geschaffen wird.

Ein weiteres Anliegen des Stadtoberhauptes ist die Bereitstellung von Schließfächern. Auch hier machte er Udo Wanger auf das fehlende Angebot aufmerksam und bat um Unterstützung für die Schaffung einer solchen Einrichtung. „Sind doch gerade Wanderer und Fahrradfahrer eine zunehmende Zielgruppe, die mit der Bahn reisend im Falle eines Aufenthaltes vergebens nach einer Möglichkeit Ausschau halten, ihr Gepäck für die Zeit des Stadtbummels sicher unterzubringen“, beschreibt Thomas Feser die aktuelle Situation. Eine Einrichtung zur Gepäckaufbewahrung in einem Bahnhof der Binger Größenklasse müsste nach Einschätzung des Oberbürgermeisters zur Standardausrüstung gehören und eine Nachrüstung dürfte wohl kein allzu großes Problem darstellen, gibt sich Feser optimistisch.

Schreiben an die Deutsche Bahn AG als Pdf-Dokument

 

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