Blick von Burg Klopp ins Binger Loch

Arbeitskreis Jüdisches Bingen leistet wichtige und wertvolle Arbeit

Friday, 10. August 2012

Oberbürgermeister Thomas Feser mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Jüdisches Bingen, Herrn Hermann-Josef Gundlach | Quelle: Stadt Bingen
Oberbürgermeister Thomas Feser mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Jüdisches Bingen, Herrn Hermann-Josef Gundlach
Quelle: Stadt Bingen
Oberbürgermeister Thomas Feser traf Vorsitzenden Hermann-Josef Gundlach

Zu einem Meinungs- und Gedankenaustausch trafen sich auf Burg Klopp Oberbürgermeister Thomas Feser und der Vorsitzende vom Arbeitskreis Jüdisches Bingen (AKJB), Hermann-Josef Gundlach. Dabei lobte der Oberbürgermeister die Arbeit des Arbeitskreises, insbesondere das Herstellen und Aufrechterhalten von Kontakten mit ehemaligen Binger jüdischen Bürgern bzw. deren Nachfahren. Erfreulich sei, so Thomas Feser, dass immer wieder Nachfahren aus der ganzen Welt nach Bingen kommen um nach ihren Wurzeln zu suchen. Den Schlüssel dazu würde das Internet bieten. Der neue und professionell gestaltete Auftritt des AKJB im Internet biete nicht nur eine Vielzahl von Informationen, sondern gäbe Interessierten die Möglichkeit Informationen einzuholen und damit von der speziellen Geschichts- und Familienforschung des AKJB zu profitieren. Genau hierzu erneuerte Gundlach seine Bitte gegenüber der Stadt, die Geschichte Bingens in der Nazizeit durch eine wissenschaftliche Untersuchung zu dokumentieren. Jetzt noch vorhandene Ressourcen könnten aufgespürt und genutzt werden. Oberbürgermeister Feser stellte dabei dankbar fest, dass gerade Geschichtslehrer der Binger Schulen Themen aus dieser Zeit aufgreifen und mit Schülern bearbeiten würden. Gundlach vertrat die Auffassung, dass alle geschichtsforschenden Vereine, Schulen und sonstige Interessierende sich zur weiteren Erforschung dieses Zeitabschnittes zusammenfinden sollten um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Hierzu wäre allerdings die leitende Mitwirkung der Stadt durch Beteiligung des Museums am Strom erforderlich. Nur über diesen Weg – so Gundlach – schaffen wir die Verbindung zu Wissenschaftlern in Hochschulen, die ebenfalls unbedingt einbezogen werden sollten. Oberbürgermeister Feser zeigte für dieses Projekt viel Interesse und sagte seine Unterstützung zu. Gundlach überreichte ihm als Dank und zur Information einen Nachdruck der Festschrift zur Einweihung der neuen Synagoge in Bingen am 21. September 1905 mit dem Titel „Zur Geschichte der Juden in Bingen am Rhein“ und die ebenfalls vom AKJB herausgegebene Schrift „Die alte und die neue Welt“ Erinnerungen meines Lebens von Mathilde Mayer (1869 – 1969).

 

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