
Man sieht Elisabeth Büssgen die Freude über die von Oberbürgermeister Thomas Feser verliehene Auszeichnung an
Quelle: Stadt Bingen
Elisabeth Büssgen mit Silbernem Stadtsiegel ausgezeichnet
„Mit unglaublicher Energie setzten Sie Ihre Kraft zum Wohle Ihrer Mitmenschen ein und brachten damit auch ein bisschen mehr Licht und Wärme in diese Welt“. Mit diesen Worten umschrieb Oberbürgermeister Thomas Feser das Wirken von Elisabeth Büssgen in Bingen. Kurz nach Vollendung ihres 90. Geburtstages hatte der Oberbürgermeister zu einer kleinen Feierstunde auf Burg Klopp eingeladen, um sie für ihren jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit mit dem Ältesten Stadtsiegel in Silber auszuzeichnen.
In seiner Ansprache ging Thomas Feser auf eine Reihe von Stationen ihres Wirkens in Bingen ein.
So baute sie seit 1964, damals quasi als „Einmannbetrieb“ die Sozialberatung in Bingen auf und leistet damit Pionierarbeit für das heutige Caritaszentrum in der Rochusstraße. „Unsere Aufgaben sind so vielfältig wie die familiäre Not“, – so hat sie selbst einmal Ihr Tätigkeitsfeld beschrieben und so schaffte sie viele soziale Angebote und gründete eine Kleiderkammer im ehemaligen Mainzer Hof. Doch auch nach dem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1988 war für die ausgebildete Sozialarbeitspädagogin, die seit 1947 dem Orden der Schönstätter Marienschwestern angehört, mit dem sozialen Engagement noch lange nicht Schluss. Und so baute sie von 1988 an bis zu ihrem Ausscheiden nach 17 Jahren aus gesundheitlichen Gründen im Heilig-Geist-Hospital die Sozialarbeit auf. Darin arbeitete sie sehr erfolgreich zum Wohle vieler Patienten und so wurde das Heilig-Geist-Hospital zu ihrer zweiten Heimat.

v.r.n.l. Schwester Ilga, Caritasdirektor Wolfgang Schnörr, Elisabeth Büssgen, Oberbürgermeister Thomas Feser, Schwester Marichristin, HGH-Geschäftsführer Harald Herzel, Ehrenbürgerin Brigitte Giesbert und Geistlicher Rat Pfarrer Gerhard Chouqet
Quelle: Stadt Bingen
Jetzt kehrt sie nach einem erfüllten Leben in die Ordensgemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern zurück. Ihre Zeit in Bingen und die vielen Menschen, denen sie Helfer und Ratgeber in Not war, wird sie in ihrem Herzen mitnehmen und sich sicher oft dankbar und freudig an ihre Zeit am Rhein-Nahe-Eck erinnern.
„In all den Jahren galt den Menschen hier in Bingen ihre Aufmerksamkeit und tätige Nächstenliebe prägte ihr Wirken. Wir Binger lassen sie nur ungern ziehen, gehören Sie doch einfach zur bürgerlichen Gemeinschaft dieser Stadt dazu“, formulierte Oberbürgermeister Thomas Feser zum Abschluss und sprach damit sicher für viele Binger, denen Elisabeth Büssgen in all den Jahrzehnten ans Herz gewachsen ist.