Mäuseturm

Cello Duello

Cello Duello | Quelle: Cello Duello
Cello Duello
Quelle: Cello Duello
Samstag, 10. November 2012
20 Uhr
Villa Sachsen

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Jens Peter Maintz (Cello)
Wolfgang Emanuel Schmidt (Cello)

Wenn zwei renommierte, vielbeschäftigte Violoncellisten unter dem Signum „Cello Duello“ eine Tandemformation bilden, sind allzu kämpferische Assoziationen fehl am Platz. Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt musizieren seit gemeinsamen Studientagen regelmäßig zusammen; ein Rezensent beschrieb eines ihrer Duo-Konzerte kürzlich folgendermaßen: „Die beiden jungen Professoren hören, mehr noch, sie ahnen jede Bewegung ihres Gegenübers; […] ihr Duell ist so raffiniert choreographiert wie eine Kür im Synchronschwimmen.“
Eine Gegenüberstellung weltlicher und göttlicher Tehmen zieht sich als „roter Faden“ durch dieses Programm. Haydns Duett in D, wie viele seiner Werke im Auftrag Fürst Nicolaus Esterházys geschrieben folgt gleich zu Beginn eine Sonate für zwei Violoncelli des zeitgenössischen Komponisten Jan Müller-Wieland, welche für Cello Duello geschrieben wurde.
In Offenbachs Celloduo in E-Dur aus op. 54 werden in verschiedenen Themen „weltliche“ Melodien „göttlichen“ Chorälen gegenübergestellt, das Finale bildet eine beschwingte, sehr Offenbachsche Polonaise in Rondoform. Bereits ein Frühwerk wie dieses lässt an Friedrich Nietzsches Ausspruch über den Komponisten denken: „Wenn man unter Genie eines Künstlers die höchste Freiheit unter dem Gesetz, die göttliche Leichtigkeit, Leichtfertigkeit im Schwersten versteht, so hat Offenbach noch mehr Anrecht auf den Namen ‚Genie’ als Wagner.“
Die Moses-Fantasie des Genuesers Niccolò Paganini, legendäre Inkarnation des exzentrisch-dämonischen Geigenvirtuosen, greift zum Ende des Programms ein offensichtlich religiöses, „göttliches“ Thema in gebetsähnlicher Form auf.
Programm:
Josef Haydn (1732-1809): Duett in D
Jan Müller Wieland (*1966): Sonate für 2 Violoncelli
Adrien-François Servais (1807 – 1866) "Über einen Fürsten"
Jaques Offenbach (1819 – 1880): Duo E-Dur
Niccolo Paganini (1782 – 1840): Mosesfantasie

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