Lageplan im pdf-Format
1 Le rêve de Pantagruel
(Der Traum vom Schlemmermahl)
In diesem Traum erscheinen die Düfte, Farben und Stimmungen eines gedeckten Tisches mit festlichen Dekorationen und den Ritualen des Zusammenseins. Was in der Wirklichkeit die Nahrung für den Körper ist, ist eine Blume im Traum. Der Tisch schwebt, das Tischtuch fliegt hinweg wie eine Wolke und die ganze Szene entwickelt sich in einem Raum, der zur Landschaft wird – ein magischer Ort, von dem man träumt und den man sich herbeisehnt.
Pflanzliste im pdf-Format
Carlotta Montefoschi – Architektin, Niccolo Cau – Architekt, Elsa Pandozi, Maria Cecilia, Villanis Ziani, Nelda Tripicchio, Ricardo-Walter Campos, Italien
Bauausführung:
Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bingen am Rhein
Garten- und Landschaftsbau Heiner Juhre, Ingelheim
2 Réflexions
(Reflektionen)
Gleich unvollendeter Poesie öffnet dieser Garten den Blick auf ein Becken mit Wasserpflanzen. Eine Vielzahl kleiner Spiegel verursacht Reflexe. Symbol der Zergliederung der Landschaft – hervorgerufen durch den Menschen – ist ein über dem Wasser errichteter Steg, der diese Landschaft teilt und dem Besucher verschiedene Blickwinkel eröffnet, die zum Träumen, zum Reflektieren anregen.
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Majid Esfeyni Farahani – Architekt und Bildhauer, Véronique Hours, Fabien Mauduit – Architektinnen, Frankreich
Bauausführung:
Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bingen am Rhein
3 JardiNez
(Duftgarten, Nasengarten)
Der Garten »JardiNez« vermischt die Handschrift des Gärtners mit dem Geruchssinn. Die Nase als Wesensgehalt dieses Gartens fängt Düfte ein und verbindet als Urheber von Gefühlen Körper und Seele. Besucherinnen und Besucher erleben einen Duft- und Lernparcours, der konzipiert ist mit dem „Nationalen Institut für Pflanzen in den Bereichen Parfum, Medizin und Aromastoffe" (Frankreich). Man wird angeleitet, Pflanzen zu bestimmen und ihre medizinische und duftende Wirksamkeit zu erkennen.
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Guylaine Piketty – Landschaftsarchitektin, Sylvie Polo – Designerin, Frankreich
Bauausführung:
Garten- und Landschaftsbau Heiner Juhre, Ingelheim
4 Voir rouge
(Rot sehen)
Dieser Garten schwelgt in Rot: die Pflanzen, die leuchtenden Abdeckungen, die Installationen und Szenetten. Das Rot präsentiert sich vieldeutig: die Aufmerksamkeit, die Gefahr, die Macht und das Leben überhaupt. Doch auch wenn überall Gefahr lauert, ist nichts verloren, weil das Leben im Überfluss vorhanden ist. Die Natur gewinnt – mit biologischer Vielfalt und der Kommunikation zwischen den Menschen.
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Patrice Gobert – Architekt DPLG, Marie- Christine Loriers – Schriftstellerin, Pascal Montel – Grafiker und Kunstdirektor, Béatrice Tollu, Dekorateurin, Frankreich
Bauausführung:
Garten- und Landschaftsbau Heiner Juhre, Ingelheim
5 Le chou romanesco et la fougére
(Der Romanesco und der Farn)
Dieser Garten spielt mit der Teilung in Natur und Kulturlandschaft. Er zeigt das zerbrechliche Gefüge zwischen Wildnis und Zähmung. Die Besucherinnen und Besucher finden wert volle Ideen zur Wiederverwertung von Wasser, zur Kompostbereitung und zur Umzäunung. Der Garten nimmt Bezug auf "gebrochene Pflanzenformen", wobei die Formen ins Unendliche aufgespalten
sind – magisch und wundervoll, wie die des Romanesco.
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Jean-Marc Schneider – Designer, Maurice Marchesi – Landschaftsarchitekt, Frankreich
Bauausführung:
Garten- und Landschaftsbau Heiner Juhre, Ingelheim
6 Du Noir de l’Eau au Blanc du Ciel
(Vom Schwarz des Wassers zum Weiß des Himmels)
Eine Hommage an ein Werk des Künstlers M.C. Escher mit dem Titel »Ciel et eau« (Himmel und Wasser) ist Grundthema dieses Gartens. Er nimmt darauf Bezug mit poetischen zweifarbigen Wiesen, die sich Dank eines ausgeklügelten
Pflanzplanes von Schwarz zu Weiß entwickeln.
Um den Garten herum aufgestellte Sessel erlauben es den Besucherinnen und Besuchern, in die langsamen und chromatischen Veränderungen einzutauchen.
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Anouk Vogel, Katarina Brandt – Landschaftsarchitektinnen, Niederlande
Bauausführung:
Blumen Maessen, Bingen
Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bingen am Rhein
7 Lessive en fleurs
(Wäsche aus Blumen)
Im Rhythmus des Windes flattert eine Vielzahl von Kleidungsstücken in diesem Licht durchfluteten Garten im Echo der Farben, die ihn lebendig machen. Eine wahrhafte Einladung an die Leichtigkeit und das einfache Vergnügen der Entspannung. Dieser Garten basiert auf der Idee, dass die Farbe der Textilien von Färberpflanzen kommt. Der Hauptweg strukturiert die Parzelle und teilt sie in neun Abschnitte ein, die vom Eingang bis zum Zentrum eine fortschreitende Abstufung von Karmin zu Blau durchlaufen.
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Anaelle Madec – Designerin, Jean-Francios Madec – Architekt DPLG, Clément Constantin, Clément Le Jardinier, Landschaftsgärtner, Frankreich
Bauausführung:
Überbetriebliche Ausbildungsstätte Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach und Verband des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus Rheinland-Pfalz und Saarland e. V.
Ehrenamtliche der Stadt Bingen am Rhein
8 Le jardin mange-tête
(Der Kopffresser-Garten)
Der Garten regt zu einem individuellen Farbexperiment an. Farbige Kugeln erheben sich in Körperhöhe und laden die Besucherinnen und Besucher ein, sich mit ihrem Kopf unter die »Haube« zu begeben. Damit der weiße Garten farbig wird, braucht er die Mitarbeit der Besucher. Indem die Besucher sich in Kosmonauten verwandeln, entführt jede Kugel in einen andersfarbigen Garten... Der Garten »Mange-Tête« ist ein Landschaftsobjekt zur Analyse von Farben.
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Steven Fuhrman, Samson Lacoste, Luc Pinsard – 2009 Studenten der Universität Architektur de Paris Val de Seine, Phillip Maillols, RMDM – Professor der Architektur
Bauausführung:
Überbetriebliche Ausbildungsstätte Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach und Verband des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus Rheinland-Pfalz und Saarland e. V.
9 Jardin de corail
(Korallengarten)
Dieser sehr strukturierte und farbenfreudige Garten ist eine Hommage an den Anthropologen Borislaw Malinowski. Er lädt dazu ein, teilzuhaben an einer Vision von einer melanesischen Gesellschaft (Neu Guinea) und deren Verhalten zur Umwelt. In drei Teilbereichen wird der Wert der Bedeutung des Austauschs von Neuem und Vorhandenem aufgezeigt: der tropische Urwald, die Gärten im Urwald als Nahrungsgrundlage, die Brandrodung als Gefährdung des Gleichgewichtes zwischen Natur- und Kulturlandschaft. Mit dem zentralen Totem und den Farbverläufen nimmt er den Besucher mit auf eine exotische, poetische und ungewöhnliche Reise.
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Bruno Marmiroli – Landschaftsarchitekt, Frankreich
Bauausführung:
Überbetriebliche Ausbildungsstätte Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach und Verband des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus Rheinland-Pfalz und Saarland e. V.
10 La couleur des éléments
(Die Farbe der Elemente)
Dieser zeitgenössische asymmetrisch gestaltete Farbgarten geleitet in eine surreale Traumwelt, die von den Naturelementen Feuer, Wasser, Erde und Luft geprägt wird. Aus aufgebrochenen Erdschollen tritt glühende Lava in Form von roten Zweigen und Gräsern hervor. Stilisierte Bäume in überdimensionalen Töpfen, künstliche Nebelschwaden und harte Farbkontraste übersteigern die abstrakte Gesamtwirkung noch zusätzlich. Mittels flacher Wasserkanäle, die sich auf niedrigen Mauern befinden, wird das sich ständig ändernde Wolkenbild eingefangen, wodurch ein Dialog zwischen dem Garten als Mikrokosmos und seiner Umwelt als Makrokosmos entsteht.
Pflanzliste im pdf-Format
Stefan Laport – Landschaftsarchitekt, Garten-und Landschaftsbau Berg & Co GmbH, Joachim Wurster Pflanzengroßhandel, H. Lorberg Baumschulerzeugnisse GmbH & Co. KG
Bauausführung:
Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bingen am Rhein
Pflanzliste der Staudenbänder im pdf-Format