Bingen am Rhein

Industriekran

Industriekran | Quelle: Benedikt Schinke
Industriekran
Quelle: Benedikt Schinke
Der Industriekran ist ein Laufkran auf einer Kranbahn der Firma Fries (1964). Unter dem Auslegearm befindet sich eine gestaffelt aufgehängte Führerkabine. Der Kran bildet ein modernes Pendant in Stahlbauweise zu dem nur unweit gelegenen, hölzernen »Alten Kran« – nach Ausgrabungen des Fundamentes auf das Jahr 1487 datiert – ein technikgeschichtlich interessantes Ensemble, das rund 300 Jahre „Krangeschichte“ verkörpert.

In Reminiszenz an die ehemalige Existenz eines großen Verladehafens auf dem Gelände des heutigen Hafenparks hat man sich entschieden, den Kran als Industriedenkmal zu erhalten. Mit dem Umbau des ehemaligen Hafengeländes als Teil der Landesgartenschau hat sich die gesamte Höhenentwicklung der Fläche verändert. Der Hafenpark untergliedert sich in drei Ebenen. Die Ebene 1 verläuft als Promenade direkt am Wasser. Die Ebene 2 wurde von ihrem ursprünglichen Niveau um 1,2m abgesenkt. Die Ebene 3 dafür ca. 1,6 m angehoben. Für die Absenkung der Ebene 2 wurde die ehemalige Hafenspundwand durchtrennt und entfernt, sowie das gesamte Gelände abgetragen. Dies machte auch die Versetzung des Krans notwendig.
Industriekran | Quelle: Benedikt Schinke
Industriekran
Quelle: Benedikt Schinke
Dafür wurden zunächst neue Gleise auf die tieferliegende Fläche gebaut. Im November 2006 wurde der Stahlkran mit einem 100 t-Autokran an den Haken genommen und auf die neuen Gleise umgesetzt.
Als Landmarke ist der Kran nun auch nachts zu sehen. Ein neues Beleuchtungskonzept setzt das Industriedenkmal gekonnt in Szene.

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