
Visionsfenster Prof. Dr. Johannes Schreiter 1997
Quelle: Stadt Bingen
Die Hildegard-Abteilung des Museums beschreibt Leben und Werk der großen Benediktinerin des 12. Jahrhunderts (1098 – 1179).
Die vier Lebensorte: Bermersheim, Disibodenberg, Rupertsberg, Eibingen werden in ihrer Bedeutung für den Lebensweg Hildegards dargestellt.
Auf dem Disibodenberg, wo Hildegard 38 Jahre lang lebte, begann sie mit der Niederschrift ihres ersten Visionswerkes.
Auf dem Binger Rupertsberg entfaltete sich ab 1150 der ganze Reichtum ihrer Begabungen.
Eindrucksvolle Modelle der beiden heute nicht mehr erhaltenen Klosteranlagen Disibodenberg und Rupertsberg führen Hildegards unmittelbares Lebensumfeld plastisch vor Augen.

Buch Hildegard
Quelle: Stadt Bingen
Die 29 Jahre in Bingen wurden die fruchtbarsten ihres Lebens. Hier entstand mit Ausnahme des „Scivias“ ihr gesamtes literarisches Werk, dem der zweite Teil der Ausstellung gewidmet ist. Vorgestellt werden Hildegards naturkundliche Schriften (u.a. ist ein seltenes Exemplar des Erstdrucks der „Physica“ von 1533 zu sehen) und ihr Schaffen als Komponistin (Hörinstallation).
Auch ihre Rolle als unerschrockene Mahnerin und gefragte Ratgeberin selbst für Bischöfe und Könige wird thematisiert.
Gleichsam abgehoben von der historischen Darstellung, auf der Hallenempore, lässt sich die Visionswelt Hildegards durch Großdias auch meditativ erfahren.
Im Außenbereich des Museums lädt ab April 2008 (Eröffnung der Landesgartenschau in Bingen) der 800qm große und aufwändig gestaltete „Hildegarten“ zu einer vertieften Beschäftigung mit Hildegards heute bekanntestem Werk ein, dem Pflanzenbuch der „Physica“.