Bingen am Rhein

Erlebnispfad Binger Wald

Erlebnispfad Binger Wald | Quelle: Stadt Bingen
Erlebnispfad Binger Wald
Quelle: Stadt Bingen
Für die Zielgruppe Familien mit Kindern wurde im Jahr 1998 der Erlebnispfad Binger Wald eingerichtet. Der Erlebnispfad erstreckt sich über einen Rundweg von 5,5 km. Auf diesem Rundweg erläutern und bebildern 24 individuell gestaltete Thementafeln konkret ortsbezogen das Leben im Wald der Rheinhänge. Der Alltag und die Geschichte der Menschen, für die der Wald Lebensgrundlage war und ist, wird vermittelt, während andere Stationen Einblicke und Durchblicke auf Lebendiges und Kulturelles geben. Hinzu kommen 13 Baumartenschilder, die nicht alltägliche Informationen zu den im Binger Wald vorkommenden Baumarten liefern.
Erlebnispfad Binger Wald | Quelle: Stadt Bingen
Erlebnispfad Binger Wald
Quelle: Stadt Bingen
Die Binger Waldmaus als kleine freche Identifikationsfigur weist jedem den richtigen Weg und lädt die Kinder dazu ein, ihr über den Erlebnispfad zu folgen. Mit ihr können sie erleben, wie ihr Ur-Ur-Opa im Wald arbeitete; entdecken, wer im Eichenstumpf wohnt, darüber staunen, wie es vor Urzeiten hier aussah, erraten, welche Bäume im Binger Wald wachsen. Ein Knüppeldamm führt mitten hinein in das Entstehen eines naturnahen Mischwaldes aus Birken, Vogelbeeren, Aspen und Weiden und in deren Schutz Traubeneichen und Rotbuchen. Im "Naturwald" wird ein inniges Walderlebnis vermittelt, sozusagen mit dem Wald auf "Du und Du". Bei den "Weitsprung-Meisterschaft" können Sie sich mit Maus, Eichhörnchen oder Hirsch messen.
Eine besondere Attraktion ist natürlich das "Waldxylophon". An den verschiedenen Musikinstrumenten aus Holz können sie unterschiedliche Klänge und Rhythmen zaubern, die
Mammutbaum | Quelle: Stadt Bingen
Mammutbaum
Quelle: Stadt Bingen
weit im Wald hörbar sind. Ganz neu ist eine 40 m lange Hängebrücke über die 4 m tiefe Schlucht der Kreuzbach, die den Erlebnispfad direkt mit dem ebenso interessanten Forstbotanischen Garten verbindet.
Seit April 1999 wird eine römische "Villa Rustica" ausgegraben, die in den Erlebnispfad als lebendige Station ("Unweit der Römerstraße...") integriert ist. Es ist erwünscht, dass Besucher der Grabungsstätte zuschauen, sich informieren und nach Absprache an den Grabungen teilnehmen. Durch die räumliche Nähe zu keltischen Hügel- und Fürstengräbern sowie Ringwallanlagen, intakten Teilen der Römerstraße (Station "Wo der Nachschub rollte "), dem Rupertsberg und Hildegard von Bingen, den Burgen im Rheintal und dem Industriedenkmal Amalienhöhe (Station "Weithin sichtbar ragt...") wird ein Eintauchen in die Siedlungs- und Waldnutzungsgeschichte der letzten 4000 Jahre ermöglicht.

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