
Der alte Kran
Quelle: Stadt Bingen
Erst durch die 2007 entdeckte Stiftungsinschrift im Kranfundament steht das Baudatum der Anlage fest: 1487 wurde der Binger Kran errichtet – als erster nachweisbarer Landkran
am Rhein zwischen Mainz und Köln. Für das Be- und Entladen sämtlicher Schiffe war seit dem Mittelalter die gebührenpflichtige Nutzung des Krans vorgeschrieben – entsprechend groß war
seine Bedeutung als Finanzquelle für den Binger Landesherren, das Mainzer Domkapitel.
Ein Kranmeister hatte die Einnahmen zu verwalten und den Kran funktionstüchtig zu halten. Die Kranknechte mussten die zwei großen Laufräder im Innern des Krans bewegen, die das An heben und Ablassen der Lasten besorgten. Mit einem großen Balken konnte die Kuppel samt Ausleger gedreht werden. Der charakteristische Konstruktionstyp des Binger Hebewerks als Tretkran auf gemauertem, rechteckigem Fundament ist bereits in den frühesten bildlichen Darstellungen des 16. Jahrhunderts überliefert. Da die Anlage jedoch großem Verschleiß ausgesetzt war, fanden regelmäßig Ausbesserungsarbeiten statt. Ein kompletter Neubau ist aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Die heute noch erhaltene Holzkonstruktion konnte auf die Jahre nach 1787 datiert werden.
Der Alte Kran, der bis zur Aufschüttung des Rheinufers im Jahre 1890 unmittelbar am Flussufer lag und solange auch in Betrieb war, ist zwischen 2005 und 2007 vollständig und funktionstüchtig restauriert worden.
Aus dem 15. Jahrhundert, aber noch voll funktionstüchtig -
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